Das Lilienprofil

Ein neuer Artikel von mir wurde auf http://www.idealisten.net veröffentlicht. *freu*

Inhaltlich wurde wieder etwas gekürzt- ich schreibe ja bekanntlich gerne mal etwas viel *g. Der Einleitungstext ist von den Redakteuren der Seite geschrieben.
Hier ist er auch nochmal für den Blog:

Jung sein um jeden Preis?

Anti-Aging-Cremes, Fitnesswahn, Schönheits-OPs: Keiner will mehr alt werden. Mütter sehen aus wie ihre 20-jährigen Töchter, 10-Jährige Mädchen stylen sich wie ihre Mütter. Warum wollen alle zwischen 20 und 30 sein und ewig bleiben? Hat nicht alles seine Zeit? Hat nicht jedes Alter seinen Reiz – und seinen Sinn?

„Forever young i want to be“

Unser Leben hat bestimmte Abläufe, die wir nicht beeinflussen können: Wir setzen den Anfang nicht selbst, die Entwicklungsdauer, die Schritte unseres Wachstums, innerlich und äußerlich, und auch den Schlusspunkt können wir nicht bestimmen. Doch viele wollen das heute nicht mehr wahrhaben oder annehmen: Wie wollen ewig jung bleiben und legen uns dafür zur Not auch unters OP-Messer. Der Versuch, der natürlich angelegten Entwicklung zu entkommen, scheint für viele auf den ersten Blick ein Freischwimmen aus einer fremdbestimmten Beschränkung zu sein. Ewige Jugend, Schönheit, Ansehen und Reichtum werden nicht nur in der Werbung meist gleichgesetzt.

Kunst oder künstlich?

Doch auch die Umwelt und das uns umgebende Leben entwickeln sich weiter, verändern sich und würden aus ihrem natürlichen Gleichgewicht gerissen, wenn alles plötzlich künstlich verlängert würde. Warum wollen wir nicht zugeben, dass das Leben keine gerade Linie ist? Es ist ein Auf und Ab mit Fixpunkten, die schon vorher feststehen. Wir dürfen dankbar sein und stolz auf das Alter, das wir Jahr für Jahr erreichen, auch wenn es immer wieder Veränderungen mit sich bringt. Das ist eine Kunst, die sich lohnt, gelernt zu werden.

Alles hat seine Zeit

Auch der König Salomo, von dem uns die Bibel erzählt, hatte erkannt, dass alles irgendwann vergehen wird, dass aber auch für alles eine Zeit festgesetzt ist. Er kommt zu folgendem Schluss: „Das Beste, was der Mensch tun kann, ist, sich zu freuen und sein Leben zu genießen, solange er es hat. Wenn er aber zu essen und zu trinken hat und genießen kann, dann verdankt er das der Güte Gottes. […] Der Mensch kann nichts hinzufügen und nichts davon wegnehmen.“ (Prediger 3)

Wir können uns vormachen, dass wir unser Leben verlängern und unsere Lebensqualität verbessern könnten. Wir können aber auch die Dinge so nehmen wie sie kommen und uns damit arrangieren, dass das Leben Licht- und Schattenzeiten hat, die ihm ein Profil verleihen.

Schönheit statt Barbie

Bevor wir alle – äußerlich oder innerlich – wie Plastikpuppen umherlaufen, sollten wir – so wie die Blumen – die Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, aufnehmen und uns entwickeln. So werden wir echte Frische und Schönheit ausstrahlen. Schönheit, die in genau dem Moment authentisch ist. Schönheit, die andere ermutigt und aufbaut, weil sie ehrlich ist und zu dem passt und steht, was ich bin. Wenn wir so irgendwann mit „geknicktem Blütenkopf“ auf unser Leben zurückschauen, werden wir eine erfüllte Entwicklung sehen können.

-Ende-

Dazu noch eine kleine Collage aus Fotos, die ich von der Entwicklung einer Amaryllis gebastelt habe ;).

„Eine Lilie unter Disteln- so erscheint mir meine Freundin unter allen anderen Mädchen.“ Hoheslied 2,2

La piccola fiore

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