Love of mine, you have caused the sun to shine – on us

Mein zweiter Frühling in der Stadt hat begonnen. Nachdem kein Häufchen Schnee mehr liegt und die Temperaturen luftigere Kleidung erlauben, ist die Sonne nun auch Dauergast für ein paar Tage geworden. Und obwohl es noch nicht so warm ist, wie der wahre Frühling und Sommer sein sollten, liegt doch irgendwie ein Leuchten, eine Frische und gleichzeitig dieses Streicheln der Sonnenstrahlen in der Luft. Wenn man sich draußen bewegt, kommen einem scharenweise junge Familien mit Kinderwagen entgegen oder versuchen eben diese aus oder in die Busse zu hieven. Die Stadt erwacht, die Leute werden kommunikativer. Und die todernsten Gesichter mancher Zeitgenossen bringen mich eher zum Grinsen als dass sie mich ebenfalls runter ziehen.

Heute morgen wurde ich von der Sonne geweckt, als sie sich den Weg durch den Fenstervorhang bahnte. Wachküssen könnte man das nennen, aber nicht jeder hat am Morgen schon seine poetische Ader am Laufen. Vielleicht stört es auch einfach, wenn man von so einem hellen Strahl geblendet wird, man die Augen öffnet und er einem immer noch mit voller Wucht entgegen scheint, auch wenn man vielleicht nicht allzu lang geschlafen hat.

Es gibt so manche Dinge, die unangenehm scheinen, wenn man mit einer bestimmten Einstellung an sie herangeht. Licht kann so verschiedene Bedeutungen haben – Hoffnung, Schock, Ankündigung und Gewissheit, Vagheit, pulsierendes Leben oder kaltes und steriles Strahlen. Wenn (einem ein) Licht aufgeht, trifft es nicht nur auf schöne Dinge. Es ergreift mit seinem Schein und seiner Klarheit dunkle Stellen, die eigentlich verborgen bleiben sollen. Es schafft Überblick, detailgenaues Hinsehen wird ermöglicht.

Kann ich das hinnehmen? Kann ich mich bewusst dem Licht aussetzen, das das Gute wie Schlechte in meinem Leben aufzeigt und mich weiter bringt?

Jesus wird in der Bibel als der helle Morgenstern bezeichnet. Johannes schreibt in der Offenbarung, was er in seiner Vision gesehen hat: „Er trug ein langes Gewand mit einem goldenen Gürtel über der Brust. Sein Kopf und sein Haar waren weiß wie Wolle, so weiß wie Schnee. Und seine Augen leuchteten wie Feuerflammen. Seine Füße glänzten wie im Feuer gereinigtes Erz, und seine Stimme war wie das Tosen mächtiger Meereswellen. Er hielt sieben Sterne in seiner rechten Hand und aus seinem Mund kam ein scharfes, zweischneidiges Schwert. Und sein Gesicht strahlte wie die Sonne in ihrer Pracht.“ (Offb. 1,13b-16) Johannes fiel daraufhin wie tot vor seine Füße, doch die Antwort darauf war: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot und bin lebendig für immer und ewig. Ich habe die Schlüssel des Todes und des Totenreichs.“
Im Folgenden diktiert er Johannes Nachrichten an verschiedene Gemeinden, welche Licht enthalten! Licht, weil sie von dem Licht selbst kommen. Und weil sie sowohl das Gute, als auch die Probleme der jeweiligen Menschen benennen. Das Faire und Liebevolle daran ist, dass Gott nicht einfach das Licht ausknipst, nach dem Motto – „Mein Arbeitstag ist vorbei, seit ich die Welt erschaffen habe, bei der Abrechnung ist das Büro wieder geöffnet.“ – Nein. Er sitzt immer bereit – menschlich gesprochen – und ist noch viel mehr als ein Lebensberater für uns. Der, der alles geschaffen hat, will unser Freund sein, der noch mehr als unsere Freunde auf der Welt überblicken und „erleuchten“ kann, was bei uns schief läuft und wo unser Potential verborgen liegt.

Zugang zu dem „Lichtschalter“ hat jeder. Es liegt an uns, ob wir ihn wollen oder ob uns die Wintersonne reicht.

Blog-Titel-Song: Gungor – „You are the Beauty“

La piccola fiore

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s