Manna: Wenn morgen heute ist

Eine Fernbeziehung, eine neue Umgebung, der Umzug, … solche Gedanken haben mich verfolgt, als ich in der letzten Woche über meinen weiteren Studienverlauf nachgedacht habe. Vielleicht werde ich an einer anderen Uni studieren als jetzt, in einer anderen Stadt und muss mich komplett neu eingewöhnen. Auf einen Schlag gesehen war das so viel – so allumfassend. Und wenn ich daran gedacht habe, dass ich meinen Freund, wenn überhaupt alle zwei Wochen ein bis zwei Tage sehen würde, lag mir das erst mal echt schwer im Magen.

Bis meine Mutti mir am Telefon einen Satz gesagt hat: „Lebe und sieh jeden einzelnen Tag.“ So einfach und trivial diese Worte klingen mögen – sie erleichtern auch enorm den Umgang mit Veränderungen und Neuanfängen. Es ist kein Geheimnis und Menschen haben das schon in den verschiedensten Weisheiten festgehalten: der Berg, der sich vor mir auftürmt, kann man besten erklommen werden, wenn ich jeden Schritt nacheinander gehe und mich darauf konzentriere. Damit nehme ich dem unbestimmten Ungetüm etwas von seiner einschüchternden Größe.

Berge, die sich auftürmen

Wenn wir dramatisieren wollen, dann holen wir schnell mal solche Größen hervor: ach, wir werden uns dann eh nie sehen, nie telefonieren, der Kontakt bricht ab, wir schaffen das eh nicht mehr dort hin, ich finde für mein Hobby bei dem Job eh keine Zeit mehr. Irgendwo bremst das uns selbst aus – Gott hat uns Kreativität gegeben und die Fähigkeit, unsere Zeit zu ordnen, organisieren und gestalten. Wenn wir Schritt für Schritt unseren Tag gestalten, dann werden wir Hoffnung in den kleinen Dingen sehen, auch wenn das große Ganze für uns unüberschaubar ist. Im Endeffekt hat doch jeder Tag seine 24 Stunden und niemand lebt im Zeitraffer oder in Slow Motion und erlebt eine Zeitspanne in ihrer ganzen Länge auf einmal.

Im Buch Prediger beschreibt die Bibel, dass alles in unserem Leben seine Zeit hat. Seine – festgesetzte – Zeit. Und wir dürfen so frei sein, diese Zeiten nicht aus ihrer Ordnung zu reißen und im Vornherein zu leben, sondern so, wie sie kommen. Denn in der Bibel heißt es auch, dass jeder Tag seine eigenen Sorgen hat, jeder Tag sorgt für sich. Lebst du im Heute? Auch morgen?

# Manna vom 14.03.13, auch auf www.modobonum.de

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