ARTig & MANNA: Jack Bauer aka Kiefer Sutherland

Ich habe mich von gestern bis heute Abend mal zu einem größeren Malprojekt herausgefordert – ein Porträt eines Schauspielers der Serie 24 sollte es werden. In Photoshop und farbig. Das bedeutet zahlreiche Ebenen, Unmengen an Farbschattierungen, denn der gute Kiefer Sutherland hat eben auch die eine oder andere Falte und Schattierung im Gesicht. Wie seine Figur Jack Bauer ist auch der echte Mensch dahinter vom Leben gezeichnet und die Charakterfalten werfen ihre Schatten.

Mein bisher wohl größtes Photoshop-Projekt: Jack Bauer im Porträt

Mein bisher wohl größtes Photoshop-Projekt: Jack Bauer im Porträt

Früher, als Vierzehnjährige in Schulzeiten, konnte ich nicht nachvollziehen, warum man so etwas schön finden könnte. Inzwischen weiß ich, dass dahinter eben mehr steckt als nur bloße makellose Schönheit und dass ein unebenes Gesicht mehr über einen Menschen aussagt als ein glatt gebügeltes Hautbild.

Beim Malen, acht Stunden waren es dieses Mal wahrscheinlich insgesamt, muss man natürlich auf alle möglichen Dinge achten. Und mir fällt dabei auch das Negative auf. Einen Schauspieler und andere Personen des öffentlichen Lebens hebt man gerne mal auf ein Podest. Aber allein die Aussage „Schauspieler sind auch bloß Menschen.“ rollt mir teilweise die Fußnägel hoch. Brauchen wir dafür extra eine Erinnerung?

Wenn ich mir das einfache Foto ansehe, dann sehe ich einen talentierten Menschen, der wohl auch von seiner Arbeit, aber auch von seinem Privatleben gezeichnet ist. Er hat gut daran getan, sein Talent zu nutzen und nicht zu vergraben. Oder er wurde entdeckt und hat die Chance ergriffen, die ihm gegeben wurde. Leider gibt es dennoch einige Schattenseiten im Leben der Berühmtheiten.

Das Foto, das ich zur Malvorlage neben mir liegen habe, zeigt mir jedoch viel mehr den Macher des Menschen. So wie ich jemanden im Bild darstelle, so hat Gott einmal diesen Menschen dar- bzw. hergestellt und ihm eine „menschliche Hülle“ gegeben. Er hat seinen Kopf, seine Augen, Nase und Lippen geformt. Er gab ihm Schönheit und ließ zu, dass er Charakter entwickelt. Ja, der Mensch hat damit gearbeitet, was sein Schöpfer ihm gegeben hat. Und dennoch, und das ist etwas Wertvolles , das mir das Malen zeigt, dennoch zeugt die Leibhaftigkeit und Schönheit eines Menschen von seinem Schöpfer, ohne welchen er diese nicht hätte. Kein Mensch kann sich selbst erschaffen, nur im Nachhinein verändern. Das Material ist schon da.
Wenn ich male, sehe ich die Fehler, aber auch das Schöne. Und so verliert der Mensch nicht wortwörtlich sein Gesicht, sondern er bewegt mein Gesicht und meinen Blick vielmehr bewundernd zu Gott.

 

# Manna vom 03.08.13, auch auf www.modobonum.de

Genießt das tolle Wetter! 🙂

 

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