Zeit und Action

 

Heute kommt mal noch ein etwas anderer Blogpost. Übrigens der 90.! *juhu*

Ich weiß nicht, wie vielen oder wahrscheinlich eher wenigen Leuten es so wie mir geht, aber Semesterferien können ziemlich schlauchen. Im Gegensatz zum Studium so viel Zeit zu haben, stellt mich vor ein wahnsinnig leeres Paket, das ich irgendwie füllen möchte. Und das möglichst nicht (nur) mit Serien, sodass ich mit Sternaugen zum Einkaufen wanke.

Ich weiß, es gibt übermotivierte und verantwortungsvolle Menschen, die vom Abiball bis zum Studien(oder was weiß ich)anfang Praktika und Jobs gemacht haben. Ich nicht. Ich habe die Zeit einfach nur verdampert und – na gut, Autofahren gelernt. Das brauchte auch seine Zeit ;). Die letzten Semesterferien hatte ich Praktika. Jetzt habe ich zwar auch immer mal was zu tun, aber das füllt lange nicht 15 Stunden Tag.

Wenn jeder irgendwie zu Hause, beschäftigt oder im Urlaub ist, dann stelle ich mir also die Sinnfrage. Ich bin gespannt, wie die Antwort aussieht, wenn meine Wohnung in allen Ecken glänzt und aufgeräumt ist, ich alle favorisierten Serien einfach fertig geguckt habe, meine Bücher gelesen, alle Ideen aufgemalt und – bei dieser ganzen Stumpfsinnigkeit – einfach keine Lust auf nichts mehr habe.

Wenn du es bis hier ausgehalten hast, schaffst du den poetischen Rest auch noch ;).

Hier kommen in paar Zeilen Meckern auf prosaisch … wenn man so will. Mit einem Hang zur Melancholie des Momentes, der nur den Moment lang bleibt oder vielleicht ein paar Sekunden länger.

 

Zeit und Actionthat makes sense

Und wenn doch nicht alles von mir abhängt
und ich nur abhängen kann?
Seh mir den Himmel und alles andere an –
alles andere als der Himmel
und doch faszinierend.
Was schimmert und unterhält dich,
flimmert vor deinen Augen.
Ist es das Leben oder verstellt es sich,
verstellt es dich oder verstellst du dich?
 
So viel Zeit verstreicht,
die Beschäftigung seicht.
Es ist nicht leicht,
mit Verantwortung auf den Schultern
und der Leere um mich herum
zu tun, was Sinn macht.
Die Zeit ist ein langer Schacht,
Aufgaben kommen und gehen vorbei
und – ist es so wie es sei?
Wie es sein soll, von Gott geschaffen,
oder sehen wir den Boden nur aus der Ferne,
wie die Giraffen?
Den Boden, das Fundament, die Details,
das Wichtige, jeden Moment, das jetzt,
das Atmen und Leben, ohne dass jemand hetzt.
 
Und ist dieser Wechsel zwischen Arbeit und Stille
wirklich real –
oder renne ich, wenn nicht der Arbeit,
zumindest der Erfüllung hinterher?
Ist es so schwer,
still zu sein und – ja, einfach zu sein –
ist die Suche nach Erfüllung auch nur Schein,
um die wahre Suche nach Leben zu verdrängen,
mein Herz an Dinge zu hängen
und zu warten, dass das Ticken der Uhr
Langeweile und Einsamkeit vertreibt
und die Zeit mich neu in einen Sog von Betriebsamkeit
und – Achtung, Action! – einverleibt.
 
Und so tickt die Uhr und Chancen verstreichen,
doch du kannst dich nicht mit jedem vergleichen.
Was die Welt rettet, rettet nicht immer dich,
nicht alles ist für jeden wichtig.
Kannst du im Augenblick ruhen
und einfach nur das tun,
was keinen Schaden macht,
was dem Glück entgegen lacht –
egal ob deinem oder seinem oder ihrem oder deren,
kannst du dir das bitte, bitte, bitte mal erklären?

 

In diesem Sinne ein chilliges Wochenende 😉

La piccola fiore

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