Wie entstehen Lebensträume?

 

In der letzten Woche hat mich das Thema Träume beschäftigt. Nicht die Nachtträume, auch wenn die einen manchmal auch ganz schön ins Grübeln bringen können, sondern Träume fürs Leben. Wie entstehen Lebensträume und wie kann man Kindern und Jugendlichen eine Umgebung bieten, in der sich gesunde und altruistische, also nicht nur egoistische Lebensträume entwickeln können?

Was ist, wenn jemand Träume nie entwickelt, weil er nichts von den Möglichkeiten weiß? Steckt so ein Empfinden für die Sehnsucht nach etwas in uns oder wird es von außen geweckt? Oder hat Gott es in jeden hineingelegt? Müssen wir danach in uns graben oder vielleicht ganz genau zuhören?

 

In der Bibel sagt Gott, dass er jeden unserer Tage und Schritte bereits im Voraus weiß und dass er in die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt hat. Also muss ja zumindest in jedem irgendwo die Sehnsucht nach Ewigkeit stecken. Und dann, kombiniert mit den Begabungen und den Dingen, die den eigenen Präferenzen nach reizvoll scheinen, kann sich ein Traumplan entwickeln, der auf irgendeine Weise der Ewigkeit und Erfüllung des Herzens zustrebt.

 

there it is - i guessAber ich glaube, viele Menschen können ihre Träume nicht so richtig fassen, in Worte vor anderen oder ins Auge für sich selbst. Sodass sie fokussiert und anvisiert werden können. Wahrscheinlich verändern sich Träume auch mit den wachsenden Erfahrungen. In „Comfort Trap“ von House of Heroes geht es darum, dass Träume auch verschüttet werden können: Wenn ich in der Bequemlichkeitsfalle stecke – darauf bedacht, mich glücklich und erfolgreich zu machen und dem gängigen Lebensentwurf zu folgen – und dabei sozusagen meinen Traum, der über das Irdische hinausgeht, vergesse, weil hier alles so profan ist.

Und gleichzeitig sagt Jesus uns in der Bibel indirekt: Ich bin in das Profane gekommen und habe darin gelebt. Das Leben wird nicht weniger sinnvoll, wenn du im Alltag lebst. Aber wirkliches Leben, die Qualität, die in dem Ganzen steckt, kriegst du nur bei mir und über das Sichtbare hinaus.

Ich denke, das was mich hier beschäftigt – mein Job, Essen, meine Beziehungen zu Menschen – sind alles Geschenke Gottes. Aber um wirklich tief zu graben und an den Kern von Gottes Traum für mich zu kommen, muss ich ihm im Gebet nachjagen. Wie die Band Memphis May Fire in ihrem Song „Divinity“ es ausdrücken: „Destiny is different than a dream, despite our failures and our shortcomings. We all have divine purpose to be nothing short of a miracle story.“

Gott kann uns einen klaren Blicken geben auf seinen Traum, die Bestimmung für unser Leben. Sei das hier mitten im Studium, mitten im Job, mitten im Familienchaos oder abstrakter, irgendwo im Urwald.

 

dream in betweenDer Kern eines Traums lässt sich, glaube ich, immer auf gewisse Motive festmachen. Wenn ich den Traum verfolge, eine große Familie zu gründen und zu versorgen, dann möchte ich Wachstum und Geborgenheit fördern. Elternschaft leben. Wenn ich etwas Kommunikatives machen möchte – Kunst, Werbung, Film, Fotografie, Schreiben etc. – dann ist meine Funktion so eine Art ‚Auge‘ im Reich Gottes. Ein Sicht- oder Sprachrohr zu sein, das zwischen Mensch und Mensch und Gott und Mensch vermittelt, das ausdrücken kann, was unbewusst im Raum steht.Wenn dein Traum ist, Naturwissenschaft zu entdecken, dann ist der Hintergedanke vielleicht, dass du das Werk des Lebens ergründen willst, die Faszination aufdecken und das Potential des Schöpfers in der Schöpfung für den Menschen nutzbar machen möchtest. Wie ein Archäologe gräbst du die Schätze Gottes aus und befreist sie von der Erde. Trifft wahrscheinlich auch auf Betreuer, Seelsorger und  Psychologen zu.

 

Jeder hat also so seine Art, Potential in den verschiedensten Formen freizulegen. Es ist wie ein Kreislauf des Dienens untereinander: die Verkäuferin, der Fitnesstrainer, der Ingenieur, der Pastor, der Informatiker, der Bauarbeiter, die Bloggerin. Alle investieren. Nutzen wir das Potential, um wiederum in andere zu investieren?

Gott schenkt den Menschen viel Gnade und er erhält uns und unsere Lebensträume. Er sieht diese Symbiose der Lebensträume und er sieht, wo wir im Kreis laufen und erst einmal suchen müssen: Was ist mein Traum und wo ist mein Platz? Ich wünsche mir, dass die Menschen wieder mehr danach suchen, was für gute Motive Gott in ihre Sehnsüchten hineingelegt hat und schlichtweg danach fragen.

Dass diese Träume und Tätigkeiten wieder organisch statt mechanisch sind.

Dass wir nicht die ganze Welt gewinnen und dabei unsere Seele verlieren.

 

Denn wenn man es mal nach dieser Theorie betrachtet, dann ist jeder Mensch, der seine Träume egoistisch verfolgt, nur scheinbar ein Teil dieser Symbiose aus Geben und Nehmen. Vielmehr ein Steinchen in einer klaren Welle. Er hat wenig Halt und er trägt auch nicht die Welle in sich mit.

Was ist dein Traum? Was denkst du, wie Träume entstehen?

# Manna vom xy.07.14, auch auf www.modobonum.de

PS: Noch ein Anspieltipp // Samy Deluxe – Traum

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