#bewusst produktiv: Erfolge dokumentieren

 

Ich beschreibe mal, von welcher Ausgangssituation ich diese Produktivitätsserie starte. 🙂

Momentan studiere ich noch und habe Nebenbeschäftigungen, ehrenamtliche Mitarbeit und Aufträge zu erfüllen. Außerdem schreibe ich auf diesem Blog und habe natürlich, wie die meisten, einen Haushalt zu führen. Was mich dabei am meisten herausfordert, sind nicht die einzelnen Aufgaben als solche. Es ist die Fülle an Bereichen, die ich managen muss. Die Verpflichtungen für die einzelnen Aspekte ergeben sich aus unterschiedlichen Hintergründen:

  • Meine Abschlussarbeit muss ich fertig schreiben, damit ich mein Studium nicht endlos in die Länge ziehe und meine Betreuerin Bescheid weiß, wie lange sie auf meine Arbeit warten muss.
  • Meine Nebenbeschäftigungen und Aufträge haben Auftraggeber, die etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt erwarten. Wenn ich ein Plakat gestalten soll, das für ein bestimmtes Event wirbt, muss dieses termingerecht fertig sein.
  • Langfristige Aufgaben muss ich mir selbst einteilen, um am Ende nicht mir selbst den Schlaf zu rauben, weil ich zu spät mit dem Erledigen angefangen habe.
  • Meine Haushaltsaufgaben müssen erledigt werden, weil ich sonst im Staub versinke, mein Schreibtisch zumüllt und ich niemanden mehr einladen kann. Zudem möchten wir ja auch etwas essen, bestenfalls nicht allzu einseitig, und darum muss sich jemand kümmern.
  • Meinen Blog möchte ich regelmäßig führen, damit ihr Leser gerne wieder vorbeischaut und euch nicht wundert, warum so lange keine Posts mehr kommen. Er ist ein Herzensanliegen und liegt damit auf einer ähnlichen Ebene wie Bibel lesen oder mit der Familie telefonieren. Diese Dinge haben keine direkten Verpflichtungspartner, sondern basieren auf freiwilliger und teils gegenseitiger Abmachung und Sympathie und liegen auf einer höheren Ebene des Sinns, weil ich sie nicht monetär ausdrücken kann.

Es gibt sicher Menschen, die diese Lebensaspekte super im Griff haben. Vielleicht braucht es dazu nicht einmal einen Kalender, sondern nur ein gutes Gedächtnis. Ich jedenfalls fand es nötig, mir eine Übersicht über die einzelnen Verantwortungsbereiche meines Alltags zu erstellen. Dazu habe ich mir ein Notizbuch geschnappt, das mein Mann nicht mehr brauchte, und habe mir eine Tabelle angelegt.

Erfolgsjournal

In den Spaltenkopf habe ich neben dem Datum alle Verantwortungsbereiche eingetragen. Teilweise habe ich sie allgemeiner oder spezifischer benannt. Ich habe die Uni-Aufgaben in Recherche- und Praxisaspekt unterteilt, Nebenbeschäftigungen getrennt, Blog und Ehrenamtliches aufgeführt, lesen und Sport zusammengefasst sowie Freizeit und Freunde mit aufgeführt. Und ich merke schon nach einer guten Woche Testlauf, dass ich die Tabelle noch erweitern könnte. Es bietet sich also an, sie über zwei Seiten laufen zu lassen.

In die Zeilen der Datumsspalte habe ich die Daten der kommenden Woche eingetragen. Um gleich zu sehen, an welchem Tag ich mich befinde, habe ich ein transparent-farbiges Post-it über das aktuelle Datum geklebt.

Jetzt kommt der Begriff „Erfolgsjournal“ ins Spiel. Denn anders als die klassische To-Do-Liste sehe ich meine Tabelle als ein Festhalten von dem, was ich an jedem Tag geschafft habe. Ich hake nichts ab oder setze Kreuzchen, sondern schreibe in kurzen Stichworten oder -punkten, was ich konkret in den einzelnen Bereichen erledigt habe. So kann ich sehen, wenn ich viel Zeit mit Freunden verbracht habe und dafür weniger an meiner Arbeit geschrieben habe. Da ich meine Abschlussarbeit nicht als einzigen Lebensinhalt sehe, gleicht sich die Sicht auf den Tag somit aus und ich achte darauf, an den folgenden Tagen in den anderen Aspekten einen Ausgleich zu schaffen.

Für die Gestaltung der Erfolgsjournal-Woche kannst du dir ruhig mal etwas Zeit nehmen. Damit zeigst du dir, dass es dir jeder Tag wert ist, beachtet und wertgeschätzt zu werden. Wenn du keine Zeit dafür findest, dann nimm sie dir, indem du eine Kleinigkeit aus der Social Media-Welt o.ä. an einem Tag weglässt.

Der Sonntag ist übrigens mit eingeschrieben, aber fett als Ruhetag durchgestrichen. Das mag unnötig scheinen, ist aber eine Sache der mentalen Pause – wenn ich den Sonntag von vornherein ausstreiche, entwickelt sich ein schlechtes Gewissen für das Nichtstun an diesem Tag nur schwer. An das Journal angrenzende Seiten kannst du übrigens für Notizen deines Alltags nutzen – Erkenntnisse, Dinge, die du ausprobiert und für gut befunden hast oder die du dir vornimmst.

Vielleicht wollt ihr meinen Tipp ja mal ausprobieren oder habt etwas ähnliches auch schon umgesetzt? Dann schreibt mir gern eure Erfahrungen damit.

 

 

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10 Kommentare

  1. Eine schöne Idee, mal nur die Erfolge zu dokumentieren und keine To do-Liste zu schreiben! Wobei ich ja zugeben muss, dass ich in To do-Listen bzw. Lernplänen echt spitze bin. Ich plane da aber auch immer leere Zeiten ein, weil ich ganz genau weiß, dass anderes Wichtiges dazwischen kommen wird 🙂

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      • Bezogen auf mein Studium ist es sinnvoll. Für den Alltag mit den Kids nur bedingt. Hier muss ich doch recht flexibel sein und schauen, wie es ihnen geht. Einige Ziele setze ich mir, wie zB nachmittags einen Ausflug in die Natur zu machen. Aber auch hier richten wir uns nach dem Wetter und der Gesundheit. Mit den Kindern ist eher der Weg das Ziel, incl. vieler Kompromisse. Ich hab dann gewisse Pläne im Kopf, die aber sich dan den jeweiligen Situationen anpassen.
        Sicherlich ist es auch eine Frage des Alters der Kinder.

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