#bewusst produktiv: Das-Grüner-Tee-Prinzip

 

bewusstproduktiv Grüner Tee

Das größte Problem beim Arbeiten in eigener Verantwortung ist meiner Meinung nach die Frage nach dem „genug“. Besonders, wenn es um langfristige Aufgaben geht, bei denen es sich wie Sandkörnerschieben anfühlt, wenn man an einem Tag ein paar Seiten gelesen hat. Es ist schlichtweg frustrierend, keine Ergebnisse zu sehen.

Ich bewundere Menschen, die aus ihrer inneren Gelassenheit heraus eine Aufgabe nach der anderen erledigen und sich dabei weder Druck noch Gedanken um den Umfang machen. Witzigerweise sind es oft die Friseure, die man bei Shopping Queen so zu sehen bekommt, die mich faszinieren. Zehn Minuten für Haare und Make-Up? Kein Problem. Mit einer Seelenruhe, bewussten Griffen und einem Plan im Kopf geht es los.

Und genau das ist es, was ich mir für meinen Alltag auch wünsche. Ein Ziel und die Gelassenheit, es zu erreichen. Momentan bin ich mal wieder einem Gesundheitstipp auf den Leim gegangen, Grüner Tee als Appetitzügler und solche Späße. Ich hab mich bisher nie so sehr an den Geschmack dieser Teesorte gewöhnt – warum? Weil ich meistens wenig Motivation hatte, ihn zu trinken und ihn, während ich andere Dinge getan habe, vor sich hin ziehen ließ. Zu lang, sodass er bitter wurde.

Was hat das mit dem langwierigen Schreiben von Haus- oder anderen Arbeiten zu tun, mit unliebsamen Aufgaben im Haushalt oder selbstständigen Projekten, die uns nicht rund um die Uhr begeistern? Die Überzeugung ist wohl erst einmal die, dass, wenn wir etwas nicht gern tun, wir es trotzdem machen sollten, sofern wir es versprochen haben oder es in unseren Verantwortungsbereich fällt. Sobald ein „müssen“ in diese Entscheidung gerät, fühlt es sich für mich komisch an. Klar, es muss sein, aber ich möchte, dass mein Herz auch „ja“ sagt. Meiner Meinung nach ist es nicht der richtige Weg, mit grummeligem Herzen einfach zu machen, sondern das Herz sanft in Richtung „ja“ zu schieben.

Wie bei meinem Tee bin ich der Meinung, dass das richtige Timing, die Konzentration auf die Aufgabe und die Kontinuität ausschlaggebend sind.

Der Grüne Tee braucht Konzentration, um richtig zubereitet zu werden.
Was ist dein Grüner Tee?

Der Grüne Tee braucht das richtige Timing, um lang genug, aber nicht zu lang zu ziehen.
Was ist dein Grüner Tee?

Der Grüne Tee wirkt sich langfristig positiv auf den Körper aus, wenn er regelmäßig getrunken wird, bringt aber auch kleine, nicht immer feststellbare, sofortige Effekte mit sich.
Was ist dein Grüner Tee?

Du kannst dir deinen „Grünen Tee“ jeden Tag zubereiten, indem du zum Beispiel heute zwei Stunden an einer Hausarbeit arbeitest, dir Pausen gönnst, damit die Aufgabe nicht „bitter“ wird und kontinuierlich morgen und die restliche Woche an diesem Konzept festhältst. Der größte Stress ist, wie anfangs erwähnt, doch oft der Haufen Arbeit, der sich mit jedem Tag Prokrastination im Verhältnis zur verbleibenden Zeit zunehmend auftürmt.

Ich bin mir sicher, dass es unter euch Menschen gibt, die sich Dinge ganz super einteilen können. Und es gibt die Hauruck-Typen. Ohne sich als Mensch und Charakter zu negativ zu verurteilen, sehe ich es als Chance, seinen Arbeitsstil in eine gesunde Mitte zu verändern. Verbessert sich der Stil zu arbeiten, zu lernen, alltägliche Aufgaben zu erledigen – das werden wahrscheinlich vor allem die Studenten und Mütter bestätigen können – verbessert sich auch die Lebensqualität und die Freiheit der Gedanken außerhalb der Arbeit.

Was könnt ihr Alltagsexperten mir und anderen Lesern an Tipps und Erfahrungen mitgeben? Ich freue mich über Kommentare und wünsche euch ganz viel Erfolg beim Erlernen und Erweitern eurer bewussten Produktivität! 🙂

bewusstproduktiv Brownies

P.S.: Abwechslung vom Grünen Tee gibt es mit diesen leckeren Brownies, deren Rezept mir ein Freund gegeben hat. Kann ich demnächst mal posten, wenn ihr Brownies mögt … aber wer mag schon Brownies … ;))

P.P.S.: Grünen Tee kann man natürlich auch süßen! Meine Süße für das Durcharbeiten verschiedener Bücher für meine Abschlussarbeit ist gute Musik. Da ich gerne coole Projekte und Freunde unterstütze, empfehle ich euch heute die CD „We Are Free“ von Johannes Pfendt. Sie beinhaltet 13 instrumentale und aufbauende Tracks, die in sämtlichen Situationen, auch während Konzentrationsaufgaben, super gehört werden können. Ihr unterstützt mit dem Kauf nicht nur eure eigene Arbeitsqualität, sondern auch die eines auch in Zukunft kreativen und engagierten Menschen und meinen Blog. 🙂

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7 Kommentare

  1. Hey Anne,
    den Beitrag hast du für mich geschrieben!
    Er passt super in meine Situation!
    Ich schreibe vormittags, wenn die Kinder im Kindergarten sind. Sonst abends, wenn sie schlafen gehen. Mir hilft es sehr einfach dran zu bleiben. Jeden Tag ein bisschen und irgendwie summiert sich das und bringt mit der Zeit (gute) Resultate. Wenn ich für mehrere Tage pausiere, komme ich schnell wieder raus und habe das Gefühl die Arbeit ist nicht zu schaffen. Also bringt Kontinuität für mich am meisten. Außerdem treffe ich mich einmal die Woche mit meinem Professor und wir besprechen wie weit ich bin. Regelmäßiges Feedback geben ist unglaublich hilfreich.

    Danke für deine guten Gedanken, glg Lena

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  2. Super Artikel Anne! Ich liebe grünen Tee, ich trinke jeden Morgen eine Kanne! 🙂 Und es stimmt – man darf ihn nicht zu lange ziehen lassen, nur drei Minuten, sonst wirkt er einschläfernd. 😉
    Was mir hilft, ungeliebte Aufgaben zu machen, ist wirklich sie ‚von Herzen‘ zu machen. Im Englischen gibt es so einen schönen Ausdruck: to embrace them – sie zu umarmen 🙂 Man muss sich wirklich dazu entschließen, sonst wird es nichts und man macht es nur so irgendwie und ärgert sich hinterher.
    Ich bin so eine Mischung aus Aufgaben einteilen und Hauruck 🙂 Ich schreibe mir Aufgaben für eine Woche auf die to-do-Liste und mache sie dann, wenn ich Lust dazu habe – das funktioniert super für mich. 🙂

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    • Danke Friede! 🙂 Wow, eine ganze Kanne, Respekt! Gut, die einschläfernde Wirkung kann man sich natürlich auch zu Nutze machen 😀
      Ja, das stimmt, to embrace it ist ein super Ausdruck dafür. Ich glaube, mit der zunehmenden Erfahrung mit solchen Aufgaben merkt man auch, dass man sich selbst so am meisten gut tut und Gott die Ehre gibt.
      Klingt gut mit der Wochen-To-Do-Liste. Ich mache das seit diesem Jahr ähnlich, habe einen tollen Terminplaner, den ich wsl. auch mal in einem Post vorstelle. 🙂
      LG! Anne

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  3. ja, wenn man sich sagt, dass man so ungeliebte Aufgaben sowieso machen muss, dann fällt es mir zumindest leichter, sie eher zu machen. Sonst schiebt man sie eh nur auf und hat sie die ganze Zeit im Hinterkopf.. auch kein schönes Gefühl 🙂 Du hast Recht, Gott möchte ja auch, dass wir unsere Zeit am besten nutzen und vor allem zu seiner Ehre, und wenn wir dann trödeln und Aufgaben aufschieben, anstatt Verantwortung zu übernehmen… 😦
    Bin gespannt auf deinen Terminplaner! 🙂

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