#bewusst produktiv: 8 einfache & günstige Kreativitätsbooster

Kreativität wird immer wichtiger, je mehr Inhalte und Geschäftsmodelle das Internet überschwemmen. Ich persönlich finde es sehr hilfreich von anderen zu lernen, wie kreative Ideen zustande kommen. Oft habe ich den Eindruck, originelle Einfälle für Medieninhalte gibt es kaum noch, es sind alles Adaptionen und Abwandlungen von bereits Vorhandenem. Ist das ein Problem? Nicht unbedingt, wenn man Menschen erreicht, die von diesen Ideen bisher noch nichts mitbekommen haben, wenn man Schwachstellen ausbessert oder Themen aus anderen Perspektiven betrachtet. Auch wenn mich das manchmal enttäuscht und originelle Ideen mein Ziel sind, gibt es heute acht Tipps, Ideen zu generieren, die nicht immer auf dem eigenen „Mist“ gewachsen sind.

Ideen für Blogposts kommen mir besonders in der letzten Zeit zu den unmöglichsten Tageszeiten und Situationen. Deshalb ist mein Notizbuch, in das ich Themenideen und Textskizzen eintrage, meist nicht weit. Im Kopf habe ich schon viele Posts konstruiert, sie aber dann vergessen, weil ich sie nicht aufgeschrieben habe. Bevor ich mit dem ersten Punkt beginne, würde ich dir also einen Ort (Smartphone, Notizbuch, …) empfehlen, an dem du deine Einfälle notierst.

1. Leidest du unter stumpfen Routinearbeiten, die dir keine Luft für Kreativität lassen, ist mein erster und schwierigster Tipp für dich, diese Aufgaben konzentriert und zügig zu bearbeiten. Es ist das allgemein bekannte Problem des Aufschiebens, das wertvolle Zeit verstreichen lässt. Deshalb: anpacken, abschließen, langweilen. Ja, langweilen ohne Internet oder Fernsehen, um Gedanken zuzulassen, für die sonst keine Zeit ist. Wenn der Zustand der Langeweile zunächst ungewohnt ist, entsteht schnell der Drang zur Flucht. Bloß nicht nichts machen. Wenn wir die Langeweile aber noch ein wenig länger aussitzen, kann sie zu einem fruchtbaren Boden für Ideen werden.

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2. Du hast wahrscheinlich einen Feed auf den sozialen Netzwerken oder die Go-to-Webseiten, die dich regelmäßig mit neuen Artikeln und Bildern versorgen. Statt ziellos und unnötig lang zu scrollen, wähle dir zum Erarbeiten neuer Ideen ein Thema aus den ersten zehn Posts (z.B. auf Facebook) aus und spinne Ideen, Abwandlungen, Diskussionspunkte, deine Erfahrungen damit und die praktische Umsetzung von einem Gedanken zu dieser Thematik. Damit setzt du dich aktiv mit dem Inhalt auseinander und entwickelst gleichzeitig neuen Content. Ein klassisches Beispiel ist für mich die Auseinandersetzung mit Spruchbildern oder Songlyrics, die auf den ersten Blick Sinn machen, auf den zweiten aber deutlich weniger.

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3. Hast du Vorbilder in dem Bereich, in dem du gern etwas bewirken, arbeiten oder sein möchtest? Gibt es einen Prominenten oder geschichtlich relevanten Menschen, der dir charakterlich etwas voraus hat, das dich anspornt? Dann google ihn doch mal und lies oder sieh nach, wie er diese Fähigkeiten erworben hat, durch welche Herausforderungen er gehen musste und welche Quellen er für sein Wissen verwendet hat. Diese Tipps kannst du auf deinen persönlichen Alltag oder den deiner Bezugsgruppe abwandeln und so dich und andere zu einer positiven Veränderung motivieren.

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4. Verändere das optische Umfeld, in dem du dich aufhältst. Ich hatte einen Großteil meines bisherigen Lebens nur wenig Platz, um Veränderungen in meinem Wohnraum zu schaffen. Trotzdem schaffe ich öfter als meinem Mann heute lieb ist, für mich selbst bemerkbare Veränderungen wie umgestellte Möbel, andere Bilder an den Wänden oder neue Blumen. Die entstandene neue Atmosphäre kann, wie der beginnende Frühling, Assoziationen wecken und damit neue Ideen, für die man keine Reise unternehmen muss. Das selbe gilt natürlich für andere Sinne wie Riechen oder Hören – Düfte schaffen Assoziationen, Musik ebenfalls.

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5. Geh auf Gedankenreise in deine Vergangenheit. Was sind gravierende Unterschiede von damals zu heute und was waren Erkenntnisse, passive Umformungsprozesse oder Weiterbildungen (auch des Alltags), die dir weiterhalfen und von denen die Leser profitieren können? Die meisten von uns werden sich dabei ertappen irgendwann zu denken oder sagen „Früher war alles besser.“ Was war denn besser? Wenn du etwas findest, das du im heutigen Leben adaptieren kannst, dann nutze diese Inspiration.

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6. Überlege dir, welche Eigenschaften oder Gewohnheiten einer Person aus deinem Umfeld dich absolut nerven und auf welche du normalerweise besserwisserisch konterst. Du kannst ja mal versuchen, sie in ihre Beweggründe und die Situation des anderen zu zerlegen und dich in ihn hineinzuversetzen. Findest du praktikable Lösungen für das Problem, lassen sich damit vielleicht andere mit dem gleichen Problem helfen. Findest du keine Lösung, wächst wahrscheinlich deine Empathie gegenüber dem Anderen und du hältst am Ende womöglich nicht nur den Splitter aus den Augen des Anderen, sondern auch das Gebälk deines eigenen in der Hand. 🙂

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7. Promote gute Projekte. Es gibt auf der Welt viele Probleme, aber auch viele Menschen, die wirklich gute Dinge starten und einen Teil davon innerhalb ihrer Möglichkeiten in die Hand nehmen. Mit mehr Reichweite könnten sie viel effektiver Gutes tun. Support geht via Likes, aber auch aktiv, indem an Hilfsorganisationen gespendet oder vor Ort geholfen wird oder indem du über sie schreibst, um andere Menschen zur Mithilfe zu animieren. Multiplikation also.

8. Wo verschiedene Menschen aufeinander treffen, gibt es Reibung, aber in respektvollem Umgang auch viele gute Ideen. Für meinen letzten Tipp benötigst du lediglich eine lockere Atmosphäre, andere Menschen, die gerne Themen durchdiskutieren, Humor haben und Erfahrungen auf ihrem Gebiet. Ein Aufeinandertreffen wird deinen Horizont fast automatisch erweitern und wenn es nicht sachlich ist, dann im Umgang mit verschiedenen Persönlichkeitstypen. Was ich faszinierend finde, sind Gespräche, bei denen pingpongmäßig Fantasie, Humor und (manchmal auch absurde) Einfälle hin- und hergespielt werden. Wie oft habe ich schon meiner Meinung nach echt witzige Ideen für Cartoons oder Karikaturen bekommen, weil die Idee des einen die des anderen befeuert hat. Leider – und damit schließt sich der Kreis dieses Posts – habe ich viele nicht aufgeschrieben und sie deshalb unter den Tisch fallen lassen.

Ich hoffe, die Tipps für mehr Kreativität helfen dir weiter und es war ein Denkanstoß für dich dabei! Da das nur eine Auswahl aus vielen Möglichkeiten ist, freue ich mich, wenn du deine Ideen in die Kommentare schreibst. 🙂

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