Wie das Leben eine gute Geschichte wird & Buchverlosung

Stell dir vor, du lebst, aber du hast nichts zu erzählen. Deine Kinder bekommen deine Enkel und ihr sitzt am Küchentisch, du mit grauen Haaren und jeder Menge Falten im Gesicht. Wirst du ihnen gleich deinen letzten Gehaltsschein vor die Nase halten oder gibt es da eine Story, die dein Leben geprägt hat und das vieler anderer? Sind die Falten in deinem Gesicht die Landkarte, die andere Menschen verfolgen können – durch Schmerz und Freude, Trauer und Enthusiasmus? Bist du Risiken eingegangen, zeugt dein Fotoalbum von mutigen Entscheidungen oder von egoistischem Trott?

donald millerDas sind harte Worte und Donald Miller hat es sehr viel besser drauf als ich, diese Fragen an den Leser zu stellen. Denn er hat die Gabe, sehr charmant sich selbst als das schwarze Schaf in der Herde darzustellen und in seinen Büchern sich selbst herauszufordern. Und klar, wenn ich als Leser beobachte, wie er sich von der Couch aufrappelt, um sein Leben zu verändern, dann macht das auch etwas mit mir. Es gab viele Stellen in „Eine Million Meilen in tausend Jahren“, bei denen ich kurz innehalten musste, weil sie mich berührten, beeindruckten, mich hinterfragten.

Die Geschichte von Donald beginnt damit, dass er von einem Filmteam gefragt wird, ob er seine Memoiren verfilmen möchte. Das Drehbuch soll komplett überarbeitet werden und so setzen sich die drei Männer zusammen und lehren einander, wie eine gute Story aufgebaut ist. Donald soll die eine oder andere Stelle in seiner Biografie abändern, damit die Geschichte mitreißt, damit die Leute zum Schluss Dankbarkeit dafür empfinden, dass sie leben.

Während Donald Miller und der Leser in den episodenhaften und unterhaltsamen Abschnitten lernen, wie epische Geschichten funktionieren, hinterfragt Donald sein Leben. Wenn eine gute Geschichte bedeutet, dass man etwas wagt, um etwas zu überwinden und dafür etwas zu erreichen, dann müsste das doch auch auf das echte Leben anwendbar sein! Donald fordert sich in verschiedenen Lebensbereichen heraus und lernt dabei von beeindruckenden Vorbildern. Er wagt eine Reise nach Peru, um dort mit seiner Flamme und anderen Wanderern einen Berg hochzukraxeln. Nein, der leicht übergewichtige Mann hat sich das nicht zugetraut, aber er hatte das Ziel im Blick. Der Ausblick – auf dieses Ereignis und schließlich vom Berg herunter – lohnte sich.

Neben der körperlichen Herausforderung stellt sich Donald im Laufe des Buches auch zwischenmenschlichen Schwierigkeiten. Als Mittdreißiger noch ohne Frau und Kind, das macht ihm zu schaffen. Die tatsächliche Konfrontation mit der Liebe scheint er nicht so gut zu meistern. Und dann ist da noch sein Vater, der die Familie früh verlassen hat und den er überlegt aufzusuchen, um eine bessere Geschichte zu leben. Da sind die neuen Freunde, die Donald während seiner waghalsigen Radtour quer durch Amerika kennenlernt, die idealistisch und begeistert von guten Geschichten genau diese ins Rollen bringen, indem sie Beziehungen und Aktionen initiieren, die verbinden und zu Selbstläufern werden. Ich denke da an die Nachbarschaftsparade von Bob Goff und seiner Familie, die durch die Langeweile der Kinder an Neujahr ins Leben gerufen wurde und nun von hunderten Menschen besucht wird. Wichtig: Keiner darf dabei zusehen, jeder muss mitmachen!

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Und das ist die Quintessenz der Story, einer guten Story: Um das Leben zu einer guten Geschichte zu machen, müssen wir zwei Instanzen beachten. Zum Einen ist da Gott, der größte Geschichtenschreiber überhaupt, der Profi darin ist, ins Nichts Leben in Existenz zu sprechen. Und dann sind da wir, die kleinen Geschichtenerzähler und Teil der großen Geschichte, die wir über Hochs und Tiefs bis zum Hochzeitsfest im Himmel gute Szenen schreiben dürfen. Donald formuliert es so: „Und die Geschichte eines jeden Tages, jede positive und negative Wendung, formte unseren Charakter. Wir wurden zu Leuten mit Willen und Entschlossenheit. Unsere Geschichte verlange, dass wir uns änderten, also taten wir das.“ (S. 268) Über diesen Pragmatismus musste ich während des Lesens immer wieder ein wenig lachen, weil er so herrlich anpackt, was in der Realität so unglamourös unangenehm beginnt. Aber diese Dinge am Schopf zu packen, so schreibt Donald, ist die beste Medizin gegen eine depressive Grundhaltung, die das Leben nur beobachtet, statt sich mit positiver Veränderung beschäftigt zu halten.

Diese Veränderung sieht man, dabei geht es nicht nur um Worte.


Wie geht es dir damit? Gibt es ein, zwei, drei Dinge in deinem Leben, die Veränderung bräuchten, um eine gute Geschichte zu erzählen? Das Buch macht Mut, sie anzugehen. Wenn es dich näher interessiert, kannst du es bei Alpha-Buch oder in deiner Alpha-Buchhandlung in der Nähe momentan zu einem super Angebotspreis (ca. 6 statt 15 Euro) bekommen. Ich war dezent begeistert, als ich das vor Kurzem gesehen habe, gleichzeitig dachte ich „Na toll, ich habe mehr ausgegeben!“ und dann wiederum „Dieses Buch ist viel mehr wert!“. 😀 Also entscheide selbst.

Zum Schluss zwei Mal Surprise:

Ich habe heute spontan an Alpha-Buch geschrieben und sie um ein Verlosungsexemplar gebeten und – tada – vielen Dank an das Unternehmen: Meine Leser können ein Exemplar gewinnen! (Verlosungswochen, was?)

Wenn du das Buch gewinnen möchtest, schreib mir bis Dienstag, 25. Oktober um 15 Uhr ganz kurz in ein/zwei Sätzen in die Kommentare, welches Buch du gerade liest oder gelesen hast und was dich daran begeistert! Ich bin gespannt. 🙂 Nach wie vor kannst du deine aktuellen Bücher zur Lesechallenge beitragen, indem du mir an annything_blog@yahoo.de schreibst. Das Ziel ist, dass meine Leser und ich 50 Bücher bis zum Jahresende gelesen haben!

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Nun zur Auswertung der Verlosung zum 200. Blogpost & 6 Jahre anny-thing und der Verkündigung der glücklichen Gewinnerin!

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Zuerst einmal vielen lieben Dank für eure Kommentare! Ich habe mich sehr über jeden einzelnen gefreut – zum Einen zu sehen, wer ihr so seid, zum Anderen euer liebes Feedback zu lesen. Ich glaube, dass ihr den Kalender alle gut gebrauchen könntet, aber gewonnen hat: Lisa. Herzlichen Glückwunsch! Du bekommst von mir eine Nachricht! 🙂 Sorry an die anderen: Euch steht es natürlich frei, euch den Kalender selbst zuzulegen, denn das könnte sich lohnen.

Liebe Grüße!

(Dieser Post wurde nicht gesponsert, sondern erfolgte in freundlicher Unterstützung der Alpha-Buchhandlung durch ein Verlosungsexemplar. Die Idee und Begeisterung für das Buch kam von mir. :))

Klecks Anne

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