Mehr kreative Ideen: Eine Methode! + Ankündigung

Bevor ich dir heute eine Idee mitgebe, die deine Kreativität anregen soll, kannst du dir selbst mal die Frage beantworten, worin du gern besser oder kreativer werden möchtest. Das heutige Thema lässt sich nicht auf alle Talente und Bereiche übertragen, in denen wir besser werden wollen. Findest du dich aber wieder, wenn es ums Zeichnen, Malen, Basteln, Schreiben, Dichten oder Musizieren geht, dann lies gern weiter.

Der Preis der Steigerung

In den letzten Wochen hat mich die Challenge, jeden Tag eine Doodle zu einem bestimmten Thema zu zeichnen, sehr beschäftigt. Es gab Tage, an denen ich mich voller Begeisterung hineingestürzt habe und mit dem Ergebnis zufrieden war. Dann wiederum habe ich manchmal noch in der Nacht zuvor gegrübelt, was es werden wird und halb verschlafen am Bild gefeilt. An manchen Tagen hatte ich auch keine Lust aufs Zeichnen, war aber innerlich durch die Verbindlichkeit der Challenge immer wieder motiviert es trotzdem umzusetzen.

Welchen Preis müssen wir also zahlen, wenn wir in einer Kunst, einem Talent besser werden wollen?

1. Eine kontinuierliche Übungsroutine, die sich nicht von Tagesform oder Launen bestimmen lässt.

2. Ein kritischer Blick von dir selbst und von außen, der die Leistung an sich anerkennt, aber Fehler und Unstimmigkeiten wahrnimmt, um sie beim nächsten Mal zu vermeiden.

3. Vielfältige Perspektiven, Varianten und Techniken anwenden, um die eigene Gewohnheit und Komfortzone zu stretchen.

4. An einem Punkt ankommen, an dem wir etwa maximal eine Handvoll verschiedener Stile und Techniken, Genres und Themen nennen können, die uns absolut liegen, uns innerlich immer wieder anfeuern und aus denen wir gern das Beste herauskitzeln.

5. Diese Eckpunkte vertiefen und verbessern, immer weiter und nicht für das Lob der anderen, sondern für die Exzellenz als solche.

© anny-thing.de

Eine Kreativitäts-Stretching-Übung

Vor Kurzem kam mir eine Idee, wie ich recht unspektakulär die Möglichkeiten nutzen kann, die ich schon habe, um meine kreative Komfortzone etwas auszuweiten.

Vielleicht kennst du das: Weiß jemand erst mal, dass du Hobby oder Talent xy betreibst, bekommst du zum Beispiel diverse Stifte und Farben geschenkt, Noten für Klavierstücke, Bastelkits etc. Vielleicht sammelst du auch deine eigenen Themenideen für Gedichte oder (Blog-)Texte an. Diese vielen Materialien und Themen verwende ich aber zum Beispiel gar nicht alle. Vieles schlummert vor sich hin und wenn ich nicht aktiv danach suche, dann wird es nicht genutzt.

© anny-thing.de

Wie können wir also das, was wir schon haben, besser zum kreativen Einsatz bringen?

Die Idee:

Wir nehmen uns einfach, je nach Kreativbereich, zwei bis drei Behälter oder Schälchen, die mit bestimmten Zetteln gefüllt werden. Bezogen auf den Zeichen- und Malbereich gehen wir jetzt alle unsere Materialien durch (Pastellkreiden, Ölfarben, Buntstifte, Acrylfarben, Aquarellfarben, Tusche, Brushpens, Bleistifte, …) und schreiben sie jeweils auf einen Zettel. Die Ideen kommen in das erste Behältnis.

In das zweite Behältnis legen wir Zettel mit Stilbezeichnungen wie Comic, Porträt, fehlende Outlines, Handlettering, Fantasy, CD-Cover, Kinderillustration, Filmposter, Stillleben etc.

Im dritten Behältnis landen Zettel mit Themen, die wir illustrieren oder malen wollen: mein Arbeitsplatz, ein Pferd, Paradies, eine Fahrt im Cabrio, eine Familie, ein Tag im Schwimmbad, eine Schneelandschaft, ein Fenstervorhang, Tee trinken usw. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Liegt dir eher das Schreiben, kannst du verschiedene Textsorten, den Umfang des Textes und die Themen brainstormen.

Diese Kombination aus inspirierenden Zettelerinnerungen kann dir in Momenten, in denen du deine Kreativität herausfordern oder aufwecken möchtest, sehr hilfreich sein. Du ziehst einfach nacheinander aus jedem Schälchen einen Zettel und versucht eine Kombination aus diesen Anweisungen umzusetzen.

Viel Spaß dabei, wenn du es ausprobierst! 🙂 Erzähl mir gern von deinen Erfahrungen und Ergebnissen.

PS: Vielleicht hast du es noch gar nicht auf dem Schirm, aber am 1. März beginnt wieder die alljährliche Fastenzeit. Und da die Wochen bis dahin wahrscheinlich schneller vergehen als ich denke und es meistens gut ist, Verbindlichkeit aufzubauen (s. oben 🙂 ), erzähle ich dir kurz von meinem Vorhaben!

Ich arbeite seit einer Weile an einem Fastenkalender, der aus Inputs und Fragen für jeden einzelnen Tag der 7 Wochen besteht. Da mich das Thema Mediennutzung interessiert und natürlich auch persönlich betrifft, dreht sich alles um „7 Wochen weniger online“ – mit Gedanken und Fragen zur eigenen Internetnutzung, den Glaubenssätzen dahinter, dem eigenen Bezug zum Leben allgemein. Ich würde mich sehr freuen, wenn du per Kommentar kurz anzeigen würdest, ob dich das Ganze interessiert. 🙂 Ich biete den Kalender als PDF-Download für 7 Euro an, da wirklich viele, viele Stunden Arbeit drinstecken und ich hoffe, dir damit viel mitgeben zu können. Danke schon mal!

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