Warum ich mich gern mit anderen vergleiche

Ich sehe mir ihr Instagramprofil an. Kreative, cleane Einrichtung der Wohnung, hübsche Outfits, inspirierende Ideen, sympathische Freunde. Wow, was für ein Essen! Diese Ausstrahlung, wie schön. Die tiefgängigen Gedanken kann ich nur bestätigen.


All die Punkte, die ich eben beschrieben habe, treffen auf Menschen zu, denen ich auf Instagram folge. Na gut, sie treffen eben nicht auf nur einen Menschen zu, sondern verteilen sich über eine Bandbreite unterschiedlicher Personen. Ich möchte euch heute ein wenig in meine Vergleichsdenke hineinnehmen. Und zwar nicht im Negativen, sondern im Positiven!

Es ist doch irgendwie paradox, dass die Gesellschaft davon redet, dass der Vergleich mit den schönen, organisierten, angeblich perfekten „Anderen“ in Social Media zu Unzufriedenheit führt und wir gleichzeitig liebend gern den Accounts eben dieser Menschen folgen. So negativ der Vergleich ausfallen kann, irgendetwas muss oder kann das Ganze doch auch Gutes mit sich bringen, oder?

Ich möchte der Kritik heute ein klein wenig den Wind aus den Segeln nehmen. Denn: Jeder von uns hat ein eigenes Leben. Kaum jemand vereint tatsächlich alle Aspekte eines „tollen, erfolgreichen, ausgeglichenen, gottgefälligen“ Lebens, das wir uns vielleicht so sehr wünschen. Und ich denke auch, dass das nicht das Ziel ist. Wenn mein Vergleichen zu weit nach vorne prescht, muss ich mich auch immer wieder von Gott zurückpfeifen lassen – es ist wichtig, dass ich mir meiner Schwächen bewusst bin, sonst würde ich zum Einen mit Scheuklappen durchs Leben rennen, zum Anderen kein Bedürfnis nach der Gottesbeziehung spüren.


Was mich aber herausfordert, wenn ich mein Leben mit dem von Freundinnen oder Instagrammern (als wären das keine realen Menschen 😉 ) vergleiche, ist der Ansporn: Du, dein Leben ist nicht der Maßstab! Da geht noch was. Gott hat xy im Leben von xy getan, er kann auch in deinem Leben positive Veränderung schaffen. Und damit meine ich nicht, dass er vordergründig materiellen Segen schenkt, sondern ein simples Nutzen und Vermehren von dem, was er uns schon gegeben hat. Der Vergleich mit anderen öffnet mir dabei die Augen für das Potential, das greifbar ist.

Nicht alles auf einmal. Im Kern nicht, um glücklich zu werden.

  • Die Outfitposts animieren mich dazu, meinen praktischen Alltagslook auch mal zu verändern.
  • Die einfache Lebensfreude, der Alltag mit oder ohne Kinder weckt die Hoffnung in mir, dass ein Leben aus simpler Dankbarkeit genauso erfüllend sein kann wie eines voller Events und Abwechslung.
  • Die Fotos der Dekoration und Natur schärfen meinen Blick für die Natur (z.B. die Tulpen auf dem Tisch) und die Einrichtung, die mich umgibt. Auf dem Foto der anderen sieht das alles so klasse aus und wenn ich genau hinsehe, fällt mir die Schönheit hier und jetzt auch mehr auf.
  • Das strahlende Charisma einiger Mädels auf Instagram fasziniert mich – wow, so eine Ausstrahlung hätte ich auch gern. So natürlich schön und dankbar möchte ich auch sein. Auf meine Weise.

Wenn wir aus einer positiv-realistischen Sicht heraus Gutes anstreben, ist das meiner Meinung nach der bessere Weg statt Neid, Eifersucht und Nicht-Gönnen-Können säen zu lassen. Klar, das ist gar nicht so einfach, weil wir nicht alle gleich ausgestattet sind. Aber wir können uns auf den Prozess einlassen, dankbar zu sein und gleichzeitig Gutes von anderen zu lernen und nachzumachen. Nicht stumpf, weil wir es müssen, sondern weil es etwas in uns anspricht, uns ermutigt und auf ein Ziel zustreben lässt.

In dem Fastenkalender, den ich als PDF in wenigen Wochen für die Fastenzeit ab März anbiete, geht es um genau solche Dinge. Wir schauen uns sieben Wochen lang in täglichen Inputs einen Aspekt der Online- und Offlinewelt an, überlegen, wie es das Leben hemmt oder fördert. Wie können Beziehungen gelingen, wie kann der Glaube wachsen, wie kann persönliches Wachstum durch bewusstere Internetnutzung gefördert werden? Wenn dich das alles interessiert, dann bleib gern die nächsten Wochen dran. Ich stelle dann gern die Inhalte detaillierter vor, damit du einschätzen kannst, ob es was für dich ist! 🙂

Wie stehst du zu dem Vergleichen-Thema? Ist das für dich überhaupt ein Thema oder bist du mit dir selbst völlig im Reinen und komplett?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s